Zwei Wochen ist es nun bereits her, dass wir in Paris waren. Sophie hatte mich kurzerhand damit überrascht, als kleine Jubiläumsfeier :), Ich war noch nie da und wollte es schon immer mal sehen. Von Göteborg kann man mit Ryanair bequem hinfliegen. Leider heißt das nicht, dass es sehr günstig ist und es berücksichtigt auch nicht, dass der Ryanair Flughafen in Paris nicht in Paris ist, sondern 1h Busfahrt außerhalb. Am Ende fragten wir uns, ob der Stress, das Schlange stehen (oder wie auch immer die Franzosen die Menschenansammlungen, die sie fabrizieren, nennen) und was wir für alles bezahlt haben, wirklich soviel besser war als ein regulärer Flug nach Charles de Gaulle.
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| Triumphbogen |
Aber das hat dem ganzen Erlebnis keinen Abbruch getan. Jedes mal, wenn Sophie in Paris war, war schlechtes Wetter. Es sah nicht viel besser aus, als wir Freitag Nachmittag ankamen. Wir hatten im Internet rausgefunden, dass Paris das weltbeste Leihfahradnetz hat, wo man sich an automatisierten Stationen nur mit der Kreditkarte für 1,70€ am Tag (in der Metro ist das ein Einzelfahrschein) halbstündlich Fahrräder ausleihen kann; überzieht man die 30min., zahlt man nur 1€ für die erste halbe Stunde, danach mehr und mehr. Aber 30min sind genug um fast durch die gesamte Innenstadt zu kommen. Vorteil ist, man sieht mehr, da man nicht nur im Metroschacht sitzt, man bewegt sich und es ist billiger.
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| Louvre |
So konnten wir am ersten Tag gleich zum Hostel radeln, welches direkt am Mont Matre lag. So konnten wir uns gleich Sacré-Cœur (Herz-Jesu-
Basilika) ansehen, aber der Ausblick war nicht so befriedigend (Wetter :( ). Am Abend gings dann, vorbei am Arc de Triomphe, zum Eiffelturm, wo ich einen Aufstieg für um 22uhr bestelt hatte; damit spart man sich stundenlanges Schlangestehen... Trotz Wetter und Dunkelheit, oder extra deswegen (?!), war es sehr schön. Wir sahen die Stadt voll beleuchtet und genossen das bei einem Glas Sekt.
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Eiffelturm mit Lichtspiel in der Nacht
(SETE – illuminations Pierre Bideau) |
Samstag sah das Wetter schon freundlicher aus. Wir starteten wieder am Triumphbogen, liefen Champs-Élisée runter bis zum Louvre. Danach ging es entlang der Seine zu Notré Dame.
Sonntag war herrliches Wetter. Wir eroberten die Stadt vom Osten her, radelten viel, genossen das Wetter. Wir schlenderten durch den Luxembourg Park, wo Kinder kleine Segelbote auf einem Springbrunnen fahren lassen; liefen zum Pantheon; bestiegen erneut die Herz-Jesu-Kirche und genossen diesmal die Aussicht. Am späteren Nachmittag fuhren wir dann wieder zum Eifeltauer, schlenderten durchs Marsfeld und warteten auf dem Trocadero auf die Nacht, wenn das stündliche Lichterspiel anfängt. Danach ging es dann noch zum Aufwärmen in ein kleines nettes französisches Restaurant, wo die Franzosen wieder ihre besten Manieren zeigen konnten (Sarkasmus-Alarm!). Trotzdem war es wirklich ein gelungener Abschluss unseres Trips.
Paris war sehr schön, und trotz des nicht immer schönen Wetters und der heimischen Bevölkerung eine Reise wert, aber meiner Ansicht nach nicht zwingend eine zweite; aber mal sehen, was noch kommt...